Mit seiner Lage über der Spanischen Treppe bietet das traditionsreiche Haus einen Logenplatz in der Ewigen Stadt: Für Audrey Hepburn ist es „mein Zuhause in Rom“, Tom Cruise verbringt hier die Hochzeitsnacht, und Frank Sinatra macht sich über eine Feuerleiter davon.
Es ist ein weiter und beschwerlicher Weg, im Jahr 1858, von einem Graubündner Bergtal bis nach Neapel. Umso mehr so für einen 15-jährigen Hirtenjungen ohne Geld. Doch Albert Hasslers Ehrgeiz ist so groß, dass er es nicht nur schafft, sich bis ins südliche Italien durchzuschlagen, sondern dort auch bald Anstellung in der Pasticceria Caflisch findet, die von Bündner Landsleuten betrieben wird. Neapel, wo es in jenen Jahren eine starke Schweizer Gemeinschaft gibt, bringt dem jungen Mann Glück. Er heiratet Carolina Breuninger, die als Köchin beim Schweizer Konsul beschäftigt ist.
Gemeinsam eröffnen sie zunächst eine Osteria, bald darauf das „Ristorante Hassler“ und eine Pension. Als Betreiber des Grand Hotels im sizilianischen Catania sammeln sie erste Erfahrungen als Hoteliers. Doch sein Ehrgeiz treibt den jungen Hassler weiter, in die italienische Hauptstadt. Er etabliert sich zunächst mit einem kleinen Haus in der Nähe der Piazza di Spagna. Doch als sich die Gelegenheit bietet, am Kopf der Spanischen Treppe drei nebeneinanderliegende Häuser zu erwerben, greift er zu. Nach einem Umbau eröffnet er im Jahr 1893 das Hotel Hassler.
Ob dem Wahlrömer bewusst ist, welches Schnäppchen er gemacht hat?