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Ahnenforschung
2. Sammeln, Ordnen, Archivieren

Wenn Sie Ihre Ahnen nicht systematisch verwalten, werden Sie schnell den Überblick verlieren. Bedenken Sie: Die Zahl allein der direkten Vorfahren wächst exponentiell. Sie haben vier Großeltern, acht Urgroßeltern, 16 Ururgroßeltern, 32 Urururgroßeltern usw. Die Zahl der direkten Ahnen in der zehnten Generation (sie lebte um 1700) beträgt im Idealfall 1024 (ohne die Zwischengenerationen).

Jedes Paar dieser Generation hatte vielleicht ebenso an die zehn Kinder wie die Zwischengenerationen bis zum so genannten Pillenknick – da kommt schon Einiges zusammen. Und zu jeder dieser Personen gibt es Daten zu verwalten: Kopien von Fotos und Dokumenten, die Sie angefertigt haben; Abschriften aus Kirchenregistern und Adressen von Informanten. Am einfachsten geht die Verwaltung der Daten mit einem Genealogie-Programm am Computer (s. >>Links<<, unten).

Ohne Rechner sind Sie auf ein Karteisystem angewiesen. Legen Sie für jede Person, über die Sie forschen, eine Karteikarte an, das »Stammblatt«: Es sollte zumindest Name, Geburts-, (gegebenenfalls) Todes- und Heiratsdaten und den jeweiligen Ort sowie Namen und Geburtsdatum von (Ehe-)Partnern und Kindern aufweisen. Auf diesem Datenblatt vermerken Sie auch Hinweise auf Quellen zu dieser Person (etwa Kirchenbücher, Urkunden) und weitere interessante Informationen.

Jedem dieser »Stammblätter« – und damit jeder Person – geben Sie eine eindeutige Nummer (siehe »Jeder Ahn hat eine Nummer«). Überall, wo diese Person auftaucht, geben Sie auch diese Nummer an. So sollte die Stammtafel-Nummer zu Ihrer Person außer auf Ihrer eigenen Stammtafel auftauchen: neben Ihrem Namen in den Stammblättern Ihrer Eltern – wo Sie als Kind vermerkt sind; neben Ihrem Namen im Stammblatt Ihres Ehepartners – wo Sie als dessen Partner vermerkt sind; auf den Stammblättern Ihrer Kinder – wo sie als Vater/Mutter auftauchen. Auf diese Weise setzen Sie sich und Ihre Ahnen in Beziehung zueinander.

TIPP: Vorlagen für Stammblätter finden Sie samt Anleitung in unseren Links zum Herunterladen oder in Fachbüchern, etwa im »Taschenbuch zur Familiengeschichtsforschung«.

Skizzieren Sie die Ahnen (samt Nummer) zudem fortlaufend in einer Ahnentafel oder Ahnenliste (unter Angabe der Stammtafelnummern zur Person). So behalten Sie den Überblick, unter welcher Nummer sich die Informationen zu einem bestimmten Ahn finden und wer mit wem wie verwandt ist. Computerprogramme erstellen Ahnentafeln und Stammkarten automatisch.

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Ausgabe 09/2010