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Peugeot Diesel-Hybrid: Der europäische Weg
von P.M.-Redakteur Wolfgang Stegers

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Die Europäer kommen mit den Hybridmodellen in die Gänge und bieten jetzt verstärkt Modelle mit zwei Motoren an. Die Kombination aus Elektroantrieb und Verbrennungsmotor ist eine Alternative auf dem Weg zu CO2-Einsparung und gleichzeitig der Einstieg in die zukünftige Elektromobilität. Mit dem 3008 Hybrid-4 stellt der französische Hersteller sein erstes Serienmodell vor. Anders als bei der Konkurrenz wird der 3008 nicht von einem Benzin- sondern von einem Dieselmotor angetrieben. Dieser Dieselhybrid soll nicht nur auf dem Papier noch sparsamer als eine Kombination aus Benzin- und Elektromotor sein. Aufgrund des besseren thermodynamischen Wirkungsgrads setzt das selbstzündende Dieselaggregat die Energie wirkungsvoller in Antriebsleistung um. Die Kombination aus den effizientsten Techniken von Diesel- und Elektroantrieb soll im nächsten Jahr in Serie gehen.

Bisher war die einhellige Meinung unter Fachleuten, dass Benziner und Elektromotor die ideale Kombination sei, weil der drehmomentstarke E-Antrieb für kraftvolles Beschleunigen bestens geeignet ist, während bei hohen Drehzahlen de Hubkolbenmotor punkten kann. So werden Vor- und Nachteile gegenseitig aufgehoben. Der Benzinmotor kann deutlich kleiner werden und je leistungsstärker die Batterie, umso größer der Anteil an reiner elektrischer Fahrleistung. Für den Benziner spreche außerdem seine weltweit enorme Verbreitung (nahezu zweidrittel aller Pkw-Motoren sind Benziner), die relativ zum Diesel geringen Herstellkosten und die einfach zu reinigenden Abgase.

3,8 Liter soll der Van verbrauchen:
Elektromotor hilft dabei
Peugeot aber meint, dass ein Benzinhybrid kaum Verbrauchsvorteile im Vergleich zu seinen modernen Dieselaggregaten biete. Hingegen eröffneten sich mit seiner Hybridisierung weitere Einsparpotenziale. Der sparsame Hybriddiesel soll seine CO2-Emissionen auf 99 Gramm um 35 Prozent reduzieren und 3,8 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Gleichzeitig hat Peugeot, wie schon Lexus zuvor, die elektrische Antriebseinheit auf die Hinterräder gelegt, während der Verbrenner konventionell die Vorderachse antreibt. Der Elektromotor ist daher nicht wie üblich im Getriebe untergebracht, sondern zusammen mit der Leistungselektronik auf der Hinterachse. Beide Antriebe sind ausschließlich elektronisch miteinander verbunden und ergeben einen Hybrid-Allrad. Ein Plug-In-Hybrid, dessen Batterie dann aus der Steckdose über Nacht geladen wird und der eine rein elektrische Reichweite von bis zu 20 Kilometer erfügen soll, ist für 2012 geplant.

01.02.2010
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