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Alfa Mito: Der Kleinwagen ist bereit, in fremden Revieren zu wildern |
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Das Beste zum Schluß: Mit dem 170 PS-Motor und der Ausstattungslinie Quadrifoglio Verde rundet Alfa Romeo sein Kompaktmodell Mito nach oben ab. Zum Komplettpreis von 20 000 Euro, der sich, wie es Sprecher Malte Dringenberg formuliert, „kaum über 25 000 steigern lässt, wird der Wagen, so hoffen wir, eine eigene Klasse begründen.“ In der Tat erscheint der rundum gelungene Wagen, mit dem traditionellen grünen Kleeblatt der Alfa Romeo Rennsportwagen an den Flanken, das Zeug zum Trendsetter zu haben und bissig wie giftig in fremden Revieren zu wildern.
 |  | Kompakt und nur mit drei Türen lieferbar: der Alfa Mito Quadrifoglio |  | Ausschließlich mit drei Türen lieferbar, legt der 1,4 Liter Turbomotor einen ordentlichen Bums vor. In nur 7,1 Sekunden, eine Zeit, die nur wenige Fahrzeuge in diesem Preissegment erzielen, spurtet er aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht im sechsten Gang seine Spitzengeschwindigkeit von 220 Kilometern pro Stunde. Bei soviel Sportlichkeit muss auch das Fahrwerk den Leistungen gerecht werden. Als Sonderausstattung zum Preis von 600 € empfiehlt sich das elektronisch geregelte Aktiv-Fahrwerk "dna", um das Potenzial des Fahrzeugs und unterschiedlichen Auslegungen gerecht zu werden.
 |  | Elektronisches Fahrwerk und Differential- sperre steigern den Fahrspaß |  | Je nach Einstellung des dreistufigen Dynamiksystems, ob die Wipptaste am Schalttunnel auf komfortabel, normal oder sportlich gedrückt ist, verhärten sich die einstellbaren Dämpfer und reduzieren die Bewegungen der Karosserie. Der Wagen wird härter, agiler in den Kurven und wankt nicht wie ein Dampfer in schwerer See. Das elektronische Nachschärfen wirkt auch auf das Gaspedal, die Einspritzanlage mit der Benzinzufuhr und die Lenkung. In Summe erhöht "dna" den Fahrspaß nicht nur beim schnellen Fahren. Beim gemütlichen Gleiten macht eine bretthart ausgelegte komfortlose Federung keinen Spaß, „komfortabel“ schont malträtierte Bandscheiben. Wünschenswert wäre, die gewählte Fahrstufe deutlich im Tacho zu zeigen.
 |  | Der dna-Schalter auf dem Mitteltunnel: Er verändert das Fahrwerk |  | Bereits im Serienpaket verfügt der Mito über eine elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial, sowie es auch bei der Verwandtschaft, etwa im Fiat 500 Abarth, auftaucht. Der Vorteil dabei ist, dass durch leichten Bremseneingriff am kurveninneren Rad mehr Kraft für das –äußere bleibt und der Wagen agiler durch die Kurven wuselt. Dieses „unechte“ oder passive Torque Vectoring kann zwar die Antriebskräfte nicht aktiv verteilen, aber das Mehr an Dynamik ist im Slalom oder Kurvenspiel deutlich spürbar.
 |  | Die Schaltzentrale des kleinen, spritzigen 170-PS-Sportwagens |  | Dass Turbomotoren als Spritsäufer verschrien waren, ist bekannt. Aber diese Vorurteile werden zunehmend abgebaut. Gleichzeitig gerät die Jahrzehnte alte Faustformel der Motorenbauer „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, zunehmend unter Druck. Denn Downsizing ist Trumpf. Nicht nur dass die Fahrzeuge kleiner und handlicher werden, auch der Hubraum der Motoren unterliegt der Schrumpfkur. Kleine Motoren mit der Leistungsstärke der Großen, lautet die Devise. In Summe sind diese Aggregate sparsamer als vergleichbare „Großtriebwerke“ - wenn sie nicht immer am Anschlag gefahren werden. Bei 170 PS samt Sechsgangschaltung besteht die Gefahr weniger. Dennoch bewegt sich der Verbrauch je nach individuellem Gasfuß zwischen 6 und 12 Litern.
 |  | Glücksbringer und Leistungsausweis: das grüne Kleeblatt, Quadrifoglio verde |  | Sicher lässt sich dieser Wert noch deutlich reduzieren, wenn im Spätsommer der Mito Quadrifoglio Verde mit dem Doppelkupplungsgetriebe angeboten werden wird. Dann kann der kleine, 1200 Kilo leichte Racer die Hatz auf die GTIs, die RS, die Cooper und OPCs und wie die Freunde des werksinternen Tunings auch heißen mögen, starten. Das vierblättrige Kleeblatt war schon immer ein Glücksbringer.
21.02.2010
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