Vor Japans Küste dreht sich zurzeit ein Bohrer des Bohrschiffs »Chikyu« direkt ins Zentrum der Nankai-Erdbebenzone. Hier schiebt sich die pazifische Platte unter dem Festlandsockel des Inselstaates hindurch – die Ursache für schwere Erschütterungen und Tsunamis.
Wissenschaftler des Integrated Ocean Drilling Programms wollen bis 2012 sechs Kilometer unter dem Meeresboden Seismographen anbringen, die Wochen im Voraus warnen; bisher reicht die Bohrung 1,4 Kilometer tief. Damit die Sensoren den enormen Druck und mehrere hundert Grad Celsius Hitze aushalten, stecken sie in einem stabilen Schutzmantel.
Das aufwändige Forschungsprogramm verfolgen die Japaner bereits seit mehreren Jahren. Trotz der enormen Kosten hoffen sie, damit die Erdbebenprognose auf sicherere Beine zu stellen – für das von Erdstößen regelmäßig heimgesuchte Inselreich eine Überlebensfrage. (Illustration: MacAllister)
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