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Satelliten im Pico-Format

Konventionelle Satelliten sind so groß wie ein Acht-Tonnen-Laster und kosten rund zwei Milliarden Euro. Der Berliner Raumfahrtingenieur Klaus Brieß dagegen will die Großtechnik auf ein Pico-Format abmagern: Ein Satellit hätte dann das Volumen einer großen Kaffeetasse, wöge nur noch ein Kilogramm – wäre aber voll manövrierfähig.

Kleine kreiselartige Schwungräder sollen durch Beschleunigung oder Verlangsamung Richtungsänderungen ermöglichen. Als Antrieb dient ein Aqua-Jet: heißer Dampf, der aus einer Düse schießt. Die Zwerge formieren sich im All zu Schwärmen von bis zu hundert Satelliten, die arbeitsteilig zu Werke gehen: Überschwemmungen und Waldbrände orten, Weltraumschrott registrieren, die Erdatmosphäre untersuchen. Ihr größter Vorteil ist die Gewichtsersparnis, was ihnen eine Schlüsselrolle bei der Erforschung unseres Sonnensystems verschaffen könnte.

Die Premiere ist bereits gelungen. Im Herbst 2009 startete der erste Winzling ins All. 2010 und 2011 folgen weitere Missionen.
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Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin




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