Früher waren Laser große Geräte mit aufwendigen Spiegeloptiken – heute verschwindet die ganze Technik in einem mehrere Meter langen Kabel. Hierin verlaufen optische Fasern, in die exotische Elemente wie Yttrium eingebracht wurden. Werden sie angeregt, entsteht Licht, das durch in das Kabel eingebaute Spiegel verstärkt und gebündelt wird. Die Kabelwand sorgt für eine gute Kühlung, sodass bei der Generierung des Laserstrahls kaum Wärme entsteht.
Diese Technik aus dem Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena hat entscheidende Vorteile (Foto). Der Faserlaser lässt die ganze Apparatur nicht nur auf ein handliches Format schrumpfen, gleichzeitig gewinnt der aus dem Kabel austretende Laserstrahl an Schärfe und Effizienz. Damit lässt sich mit einer Pulsdauer von wenigen Picosekunden (10-12) bis mehreren hundert Femtosekunden (10-15) arbeiten.
Diese ultakurzen Lichteinwirkungen sorgen für sauberste Bearbeitung von Materialien etwa beim Schneiden, Bohren oder Schweißen mit dem Faserlaser. Bei der Herstellung von Airbags zum Beispiel erhöht sich das Produktionstempo bei gleichzeitig besserer Verarbeitung und damit höherer Qualität – mehr Sicherheit für den Autofahrer.