Bei der NASA beginnen die Vorbereitungen für die Flüge zum Mond und Mars im nächsten Jahrzehnt. Am Glenn-Forschungszentrum im US-Bundesstaat Ohio baut die Weltraumbehörde die größte Vakuumkammer der Welt (Foto: Nasa).
Darin sollen Raketenteile sowie die neue Orionraumkapsel unter realistischen Bedingungen auf ihre Weltraumtauglichkeit geprüft werden. Das Testlabor hat einen Durchmesser von 30 Metern und ist 37 Meter hoch. In ihm lässt sich die Temperatur bis auf minus 196 Grad Celsius abkühlen und der Luftdruck auf ein Milliardstel Bar verdünnen. Quarzlampen simulieren die Sonnenstrahlung in ihren verschiedenen Wellenlängen, darunter die gefährlichen UV-Strahlen.
Das Fundament der Kammer reicht bis in 20 Meter Tiefe. Das Stahlgerüst ist eingebettet in 1200 Tonnen Beton. Das Labor muss die Schwingungen eines Rütteltisches auffangen. Der 60 Tonnen schwere Apparat schüttelt das 30 Tonnen schwere Raumfahrzeug so intensiv durch, als ob es auf der Startrampe stände und gerade abhöbe. Die Laborwände sind 60 Zentimeter dick. Sie müssen die simulierten Startgeräusche abhalten und dämmen. Ihr Geräuschpegel ist zehnmal höher als der einer Flugzeugturbine.